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Wir haben uns nicht überlegt, wie wir mit einem unglaublichen Rekord in das Guinnessbuch der Rekorde kommen. Aber, wann, das ist schon eine interessante Frage. 

Der Anlass war simpel, aber rekordverdächtig: Ein Kulturfilmabend mit einer britisch-irischen Filmkomödie aus dem Jahr 1998 "Lang lebe Ned Devine!",  in der ein kleines irisches Dorf das Weiterleben eines verstorbenen Lottogewinners vortäuscht, um den Gewinn nicht verfallen zu lassen. Wir organisierten diesen Filmabend bereits 2 mal in den vergangenen Jahren rund um den St. Patricks-Day, dem Tag des irischen Schutzheiligen, der weltweit von Iren und ihren Sympathisanten gefeiert und zelebriert wird. Und wie wäre das besser zelebriert, als mit Humor und netter Gesellschaft? Also.

Schon im vergangenen Jahr haben wir die Lottozahlen, die bereits bei der am Filmanfang während der Ziehung ermittelt werden, aufgeschrieben und für jeden angemeldeten Gast einen Lottoschein gekauft, den wir ihm dann zu Beginn der Vorführung geschenkt hatten. Schon 2025 dachten wir: "Was, wenn das jetzt ein fetter Gewinn ist und jeder Beschenkte eine stattliche Summe erhält...?!". Es wäre zweifelsohne zu einem bemerkenswerten Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde gekommen. 

Nun hatte 2025 eine Besucherin während der Filmvorführung gestaunt, dass die im Film gezogenen Zahlen mit denen auf ihrem Lottoschein übereinstimmten (wir hatten die Herkunft der Zahlen nicht verraten, jeder hatte die gleichen Zahlen). Allerdings war das Ziehungsergebnis am darauffolgenden Samstag nicht so erfolgreich, wie im Film und damit gingen alle Besucher und auch wir natürlich leer aus. Realitätsnah, wie wir immer leben, haben wir auch nicht an einen Gewinn geglaubt. Nicht wirklich jedenfalls. Wir sind auf Wunder und Besonderheiten nicht vorbereitet, denn meistens müssen wir mit den bescheidenen Mitteln weiterarbeiten, wie vorher. Aber diese Einstellung änderte sich im Jahr 2026, als es wieder hieß: "Lang lebe Ned Devine!" beim Kulturfilmabend in der Gassmühle. 

Alles lief wie immer: die überschaubare Zahl an Gästen nahm ihre Plätze ein, beim Begrüßungsvortrag bekam jeder Angemeldete seinen Lottoschein überreicht und die Vorfühurung begann. Am Ende des Films applaudierte das Publikum- ein seltenes aber zeugnisgebendes Phänomen. Allen war nicht nur bei den Lachsalven während des Films anzumerken, dass der irische Humor mit seiner Selbstironie, dem spitzen Witz und den vielen tragikomischen Situationen auch bei uns hervorragend ankommt. Anschließend noch ein paar Plaudereien, ein kleines Guinness und es ging mit positivem Affekt in die heimatlichen Gefilde. 

Soweit, so gut. 

Während des Konzerts am Folgetag- die Band Kimkoi aus Mühlhausen war bei uns und die Ziehung der Lottozahlen war schon erledigt. Meine Cousine Diana war extra aus Mühlhausen angereist, um die heimatliche Band mal live zu hören, hier mit ihrem Liedertourabschluss und einer während der Tour 19 mal geprobten Performance. Diana betreibt in Mühlhausen eine kleine Kulturstätte- das 3K. Sie ist also vom Fach. Im 2. Set, also nach der Pause kam ihr Mann Ralf zu dem glorreichen Einfall, mal die Lottozahlen zu checken.  

Nun ja und was soll ich sagen- für einen Eintrag im großen Buch der Rekorde reicht es zwar sicher nicht, aber es war schon erstaunlich! 3 Richtige zierten den Lottoschein, und also offensichtlich auch die 8 anderen, denn dort waren ja die selben Zahlen drauf. Der gute alte Ned Devine- was der alles so bewerkstelligt! Ist das nicht komisch?

Viel Glück!

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Das Bild von der grün gefärbten Telefonzelle stammt aus der Sammlung des Geograph-Projekts. Die Kontaktdaten des Fotografen finden Sie auf der Seite dieses Fotos auf der Geograph-Website. Das Urheberrecht an diesem Bild liegt bei Joseph Mischyshyn und es ist unter der Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0 Lizenz zur Wiederverwendung freigegeben. Die Telefonzelle spielt eine nicht unwesentliche Rolle in dem Film. TS